Wettbewerb und B-Plan Hollerner Feld

1. Preis | Städtebaulicher Realisierungswettbewerb Hollern Süd | April 2008

Auslober  Stadt Unterschleißheim

GF ca. 11.100 m²

Anschließende Beauftragung für B-Plan 139 und 139a Unterschleißheim

Landschaftsarchitektur von kübertlandschaftsarchitektur

 

Beurteilung des Preisgerichts

„Anhand des Schwarzplanes ist die Integration der Planung in den Bestand der umgebenden Bebauung abzulesen. Der Ortsrandcharakter bleibt erhalten. Das städtebauliche Konzept der einzelnen Baufelder, die einen großen zentralen Grünraum mit attraktiver Verbindung zum Biotop umgeben, wird positiv bewertet und läßt hohe Qualitäten im öffentlichen Raum erwarten.

Die Abgeschlossenheit der Cluster innerhalb der Baufelder gewährleistet eine hohe Variabilität in der Ausführung der einzelnen Elemente, darin liegt auch der Reiz des Entwurfes, der Individualität in Architektur und Nutzung der Gebäude zuläßt. Die Individualität in der Architektur verspricht gute Vermarktbarkeit. Die Typen reagieren auf die sich wandelnden Familienstrukturen ebenso, wie auf die Verbindung von Arbeiten und Wohnen (Mehrgenerationen bis Singlehaushalt). Die Besonnung und Gartenbezug sind bei einzelnen Wohnhäusern nicht optimal.

Eine Erhöhung der Dichte ist möglich. Das vorgeschlagene Energiekonzept unterstreicht die Unabhängigkeit der Quartiere. Unterschiedliche Bauabschnitte sind ebenso möglich (Besitzverhältnisse). Die öffentlichen Grünflächen entwickeln sich aus dem nördlichen Biotop in das Siedlungsgebiet und schaffen eine durchgängige Grünverbindung bis zum Vollsortimenter. Ruhige Bereiche stehen in positiver Spannung zu den direkten Kommunikationsbereichen. Die Verknüpfung von öffentlichen und privaten Freiflächen erhöht Aufenthaltsqualität und Nutzbarkeit der Freiräume im Planungsgebiet. Der Vollsortimenter nimmt die großen Gewerbestrukturen im Südwesten auf und bildet den Abschluß zur Wohnbebauung im Süden. Die im Süden angeordneten offenen Stellplätze werden vermutlich eine hohe Akzeptanz durch die Verbraucher erfahren. Die Wechselnutzung der Stellplätze mit dem anschließendem Gewerbe ist möglich.

Das Kinderhaus ist in der Nordwestecke des Gebietes richtig situiert und erschlossen. Sowohl Kinderhaus als auch Vollsortimenter sind gegebenenfalls problemlos durch weitere Wohncluster zu ersetzen.

Die reduzierte Erschließung der Quartiere erhöht die Wohnqualität. Die Anbindung des Kinderhauses erfolgt separat ohne Belastung der Wohngebiete. Die Bedeutung der Ingolstädter Straße als Haupterschließungsstraße wird durch eine einseitige Alleeanpflanzung unterstrichen. Die individuelle Anbindung der Carports an der Ingolstädter Straße funktioniert in der dargestellten Weise nicht. Die erforderlichen Stellplätze sind nachgewiesen. Der Verzicht auf eine Tiefgarage schafft eine positive Symbiose zwischen Wohnen und Individualverkehr auf gleicher Ebene. Der Lärmschutz an der B13 ist durch die Orientierung der Häuser und die z.T. III-Geschossigkeit der Gebäude gewährleistet, zur Ingolstädter Straße kann er durch die Carports nicht ausreichend erfolgen. Sonstige Immissionsbelastungen sind aufgrund der Baukörpersituierungen nicht gegeben.

Ev. Sport- und Freizeitlärm vom Spielplatz im Biotop wird teilweise durch das Kinderhaus von der Wohnbebauung abgehalten. Der vom Vollsortimenter verursachte Lärm wird weitgehend durch dessen eigenen Baukörper abgeschirmt.“

 

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