Wettbewerb Weihenlinden

3. Preis | Nichtoffener Realisierungswettbewerb | November 2014

Auslober  Markt Bruckmühl

GF ca. 1.900 m²

 

Beurteilung des Preisgerichts

„Grundsätzlich ist die städtebauliche Setzung der Baukörper, die sich an eine Nord-Süd ausgerichteten Fußgängergasse anlagern, gut denkbar. Die Baukörperkörnung ist der Umgebung angemessen. Positiv erscheint die im Osten parallel verlaufende Erschließungsstraße, an derParkplätze und Nebenräume angelagert sind und von der aus sich kurze Erschließungswege zu den Häuser ergeben.

Der zwischen den Baukörpern verlaufende Laubengang bricht seine Länge durch das Alternieren von der östlichen zur westliche Seite der Einzelbaukörper. (…)

Das Programm wurde eingehalten, statt geforderter 18 Einheiten wurden 20 angeboten. Als nachteilig werden die sehr unterschiedlichen Qualitäten der einzelnen Wohnungen gesehen. Die nach Westen ausgerichteten Einheiten haben eine höhere Wohnqualität, als die auf der Ostseite gelegenen Einheiten, die sich auf die Erschließungsstraße ausrichten bei gleichzeitiger Störung der Privatheit auf der Westseite. Die Barrierefreiheit ist gegeben. In der Nutzung scheint das Angebot nur eines Aufzuges zwar wirtschaftlich, aber durch die langen Wege, die sich dadurch ergeben nur bedingt alltagstauglich.

Die architektonische Gestalt wurde kontrovers diskutiert. Einerseits wurde der frische Ansatz der klar rhythmisiert gesetzten, mit Grasdach ausgebildeten Baukörper positiv gesehen. Die Fassaden unterstützen die skulpturale Gestalt der Baukörper. Positiv hervorgehoben wird die gewählte Materialität der Lärchenholzverschalung. Es stellte sich aber die Frage der Angemessenheit bezüglich der kontextuellen Einbindung in den Ortsteil Weihenlinden durch die Ausformulierung der langen Schleppdächer. (…)

Der Einsatz von Holz als nachwachsende Ressource in der Konstruktion wird hinsichtlich der Nachhaltigkeit und Primärenergiebilanz positiv gesehen. Das Bauvorhaben wäre durch die räumliche Konzentration auf den westlichen Grundstücksbereich auch ohne sukzessiven Abriss der bestehenden Wohngebäude realisierbar. Bezüglich der Wirtschaftlichkeit erscheint die oben angesprochene Ausformulierung der Dächer jedoch fragwürdig.“

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